Raphaels Welt - Romane von David Boventer

Der Quereinsteiger.

Die Sinfonie.

Die Entzeitung.

The devolution of time

von David Boventer

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Raphael. Ein Wanderer. Das Kind einer sich rasch ändernden Welt. Das Rezept für die Welt am Horizont hat er noch nicht vollständig. Aber ein paar Zutaten beschreibt er im "Quereinsteiger". Weiter entfaltet sich Raphaels Welt in den Folgeromanen "Die Sinfonie" und "Die Entzeitung".

Koordinaten



Email : Raphael@planet.ms

Website :www.raphaelswelt.de

USA29.61523°N -99.52699°E

Deutschland:42.29004°N -85.59814°E

Griechenland:40.9369224,24.4122766

Textproben



Die Nacht (aus "Der Quereinsteiger")

Schweißgebadet wachte er in der Nacht auf. Er war sich ganz sicher, er hatte geträumt in seinem Fieber, in seiner Agonie, dass er seine beiden Eltern im Wohnzimmer des Elternhauses hatte stehen sehen. Beide sprühten Funken in Rot und Blau aus den Augen und unheilvolle Wolken spannten sich über ihren Kopf, während das ganze Zimmer von gelblichen Lichtblitzen erfüllt wurde. Ihm wurde plötzlich klar, sie waren nicht von dieser Welt.

Mechanik

Angesicht der Endlichkeit des einzelnen Lebens sah Raphael aber ein, dass beim sich ständig zyklisch erneuernden Organismus Mensch die Gesellschaft dank der Jungfräulichkeit des Neugeborenen immer wieder zwischen Größe und Abort schwankte

Mauertraum

Diese Mauer, dieser scheinbar so undurchdringliche Widerstand...er läuft immer wieder dagegen an, schlägt schmerzend mit dem Kopf dagegen, bis plötzlich wie bei einem Spuk das Hindernis verschwindet, um ihn in einen anderen Raum zu lassen. Wieder ohne Türen, aber der Ausgang ist wieder zugemauert… Das Schiff legte immer wieder ab, der Film sprang zurück, und wieder und wieder. Immer in Hotels zweifelhaften Charakters, oder im Wartesaal mit den Menschen, die er nicht wollte. Bis er dann zu entkommen versuchte und diese modrig riechende Mauer sich ihm in den Weg stellte.

Adagio - Allegro molto (aus "Die Sinfonie")

Raphael dachte an die Weite. Diese weiße, rasende Fläche der Leere, die seinen Geist ausfüllen mochte, wo die Verzweiflung zu groß war. Wo die monotone Kreisbewegung ihm Schweißperlen der Angst auf die Stirn trieb. Dabei waren die Lösungen so greifbar, aber dennoch wie flüchtende Rehe, denen keiner hinterherlaufen wollte. Die Entfernung war Teil des Spiels der Triebe, der blanken Betrachtungsfreude der Unwilligen und der Nutznießer der Ausbeutung. Kaum näherte sich der Mensch einer neuen Tür, brandeten die Bedenken wie ein Orkan auf, wollten gewaltige Wogen dem Zweifel einen Ozean schaffen, auf dem die Holzboote schaukelten.

Einleitung (aus "Die Entzeitung")

Wenn eine Werdung, die bisher unantastbar schien, einer Sphäre jenseits der Handlungsmöglichkeiten zugeordnet wurde, ein Teil der Bequemlichkeit, das sich Schicksal nannte, aber nur der eigenen Blindheit entsprang, nunmehr in den bunten Bilderbogen der Optionen sich einreihte und die Entscheidung zur Neuerung eine sekündliche Konstante des Unsäglichen wurde. Dann wehte ein Hauch der göttlichen Unfreiheit in der Grenzenlosigkeit, eine Brise, die zu einem Abgrund geleitete, hinführte zu einer ungeahnten Freiheit, die wie ein böser Kobold aber in der Endlichkeit ihren Abschluss fand.

The devolution of time (Excerpt)

The upheaval of society ran dry like a sad well, they had made themselves comfortable, between shut eyelids they found a place to rest, neither history nor pain could reach them. The supreme command was, not to be noticed, not to ask questions, enjoying the quietude of Nirvana in their hollow self.